Krankheitsbedingte Kündigung – warum sie vor Gericht oft scheitert

Kündigungen wegen Krankheit zählen zu den häufigsten personenbedingten Kündigungen – und sie scheitern vor den Arbeitsgerichten überdurchschnittlich oft. Der Grund liegt in den strengen Anforderungen, die die Rechtsprechung sowohl an die inhaltliche Begründung als auch an das Verfahren stellt. Wer als Arbeitnehmer eine solche Kündigung erhält, hat deshalb häufig gute Chancen, sich erfolgreich zu wehren.
Einen Überblick über die verschiedenen Formen finden Sie unter Kündigungsarten; eine allgemeine Einführung bietet die Seite zur Kündigung in Berlin.
Krankheit allein genügt nicht
Die krankheitsbedingte Kündigung ist rechtlich ein Unterfall der personenbedingten Kündigung nach § 1 Abs. 2 KSchG. Da es nicht um steuerbares Fehlverhalten geht, setzt sie kein Verschulden voraus – eine Abmahnung ist hier grundsätzlich keine Wirksamkeitsvoraussetzung. Entscheidend ist nie die Erkrankung als solche, sondern allein ihre Auswirkung auf das Arbeitsverhältnis: ob künftig mit erheblichen Ausfällen zu rechnen ist und welche Belastungen daraus für den Betrieb entstehen.
